DIE HOCHMÜTIGE DOHLE UND DER PFAU
Einst lebte eine Dohle, voll von eitlem Stolz, die stahl sich Federn, die dem Pfau entfallen warn und putzte sich damit. Das eigne Dohlenvolk ver- achtend trat sie in der schönen Pfauen Reihn. Der Unver- schämten reißt man hier die Federn aus, jagt sie mit Schnäbeln. Und die Dohle, bös verbleit will wieder nun betrübt zu ihrem Volk zurück. Die aber stoßen sie von sich, mit herbem Schimpf. Und eine derer, die zuvor verachtet, sprach zu ihr “Hätt’ unsre Lebensart dir vormals conveniert, hätt’st du, was die Natur dir schenkte, akzeptiert, dann wär dir weder jene Schande widerfahrn noch müsstest du zum Unglück jetzt verstoßen sein.”
Diese Version von Aesops Fabel ist aus Wilfried Strohs Sammlung von Übersetzungen von Jan Novák: “Aesopia”, die auf Geschichten von Phaedrus basieren.

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FAQ – Plagiate in der Schule
1. Als Zweitgutachter einer Abiturklausur habe ich festgestellt, dass die Ausführungen eines Schülers bei einer Aufgabe (der zum Kennensbereich) auf 8 von 10 Seiten teilweise wortwörtlich von einer Seite der Politschen Bildung stammen. Was tun? " Jetzt müssen Sie handeln. Gibt es für die Schule eine Vorgehensweise? In der Regel: dokumentieren, Kommission bilden, Schüler anhören (er oder sie könnte ja Autor dieser Quelle sein, obwohl das sehr unwahrscheinlich ist), Strafe bestimmen (vermutlich 5,0), rechtssicher kommunizieren. Die Schule muss entscheiden, ob es noch eine Chance gibt. Und im nächsten Jahr mehr Arbeit in der Aufklärung über den Verwendung fremde Texte stecken. Viel Erfolg! " 2. Als Lehrerin habe ich bei der Korrektur einer Klassenarbeit Englisch (Klasse 11, Hessen) festgestellt, dass ein Schüler bei zwei Aufgaben die Antworten wortwörtlich von einer Internetseite (Lektürehilfe) übernommen hat (Internetseite liegt dank Google.de vor). Während der Arbeit habe ich die Täuschung nicht bemerkt, der Schüler hat das Abschreiben auch im Nachhinein nicht direkt zugegeben. Kann ich dem Schüler aufgrund des Anscheinsbeweis die Note 0 Punkte erteilen? " Das müssen Sie im Kollegium besprechen, wie Sie so was handhaben wollen. " 3. Als Fachleiterin habe ich ständig mit Unterrichtsentwürfen und sogenannten Synergieeffekten im Seminar zu tun. Ist es als Täuschungsversuch zu werten, wenn der Verlauf der Unterrichtsstunde tatsächlich anders als geplant ist, die ursprünglich eingesetzten und selbstentwickelten Medien (Karteien, Lerntagebuch, Plakate) einfach weggelassen werden, aber in der schriftlichen Planung zu erkennen ist, dass es viele Übernahmen gibt, keine wörtlichen, aber sinngemäße.Die abgewandelte Stunde war auf Grund der Tatsache, dass sie nicht durchdacht war schlecht bewertet, aber ich wüsste gern , wie und ob der Begriff Täuschungsversuch in so einem Fall zutreffen könnte. " Schwierig. Gerade Lehrkräfte lassen sich oft inspirieren und sind nicht dabei jeder Minute zu sagen; das habe ich dort und dort gehöt. Auch gelungene Übungsaufgaben werden oft wiederverwendet. Da ein Unterrichtsentwurf nicht publiziert wird, ist es kein Urheberrechtsproblem. Aber gerade Studierende sollten vielleicht lieber etwas mehr Quellen angeben als zu wenige. Aber der Ausfü wird ja eine eigene Performance, so zu sagen. Ich würde dieses beim Studenten ansprechen, aber kein großen Aufregung veranstalten. " 4. Ein Schüler der 12. Klasse hat sich auf eine Deutschklausur vorbereitet, indem er Gedankengänge und Formulierungen aus verschiedenen Aufsätzen (Wikipedia, hausaufgaben.de) übernommen und auswendig gelernt hat. Diese Übernahmen wurden nicht als solche gekennzeichnet und mit eigenen Schlussfolgerungen und Interpretationsansätzen gemischt, teilweise leicht umformuliert. Ich beabsichtige nun, diese Stellen bei der Bewertung nicht zu berücksichtigen, d. h. Punkte abzuziehen. " Das würde ich genauso machen. "
Andere häufig gestellte Fragen
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Kollaborative Plagiatsdokumentationen
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