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Was ist eigentlich Plagiat? Die Aneignung fremden Gedankenguts? Wortwörtliches Abschreiben? Strukturübernahme?

Eine scherzhafte Definition nach Wilson Mizner:
Aus einem Buch abschreiben = Plagiat;
aus zwei Büchern abschreiben = Essay;
aus drei = Kompilation;
aus vier = Dissertation.
Heute mag man ergänzen: aus der Wikipedia = Hausarbeit.
Joseph Gibaldi, MLA (Modern Language Association) Style Manual: “Plagiat umfasst unter anderem die Unterlassung von geeigneten Quellenhinweisen bei der Verwendung der Formulierungen oder besonderen Wortwahl eines anderen, der Zusammenfassung der Argumente von anderen oder die Darstellung vom Gedankengang eines anderen.” [übers. DWW]
Gerhard Fröhlich: “Unter Plagiat wird die unbefugte Übernahme fremden Geistesguts, der ‘Diebstahl’ geistigen Eigentums verstanden.” [aus echt_falsch]
Paul Englisch: “Plagiat ist also die aus freier Entschließung eines Autors oder Künstlers betätigte Entnahme eines nicht unbeträchtlichen Gedankeninhalts eines anderen für sein Werk in der Absicht, solche Zwangsanleihe nach ihrer Herkunft durch entsprechende Umgestaltung zu verwischen und den Anschein eigenen Schaffens damit beim Leser oder Beschauer zu erwecken.” [aus Meister des Plagiats, oder Die Kunst der Abschriftstellerei.]
Cloud-Software vs. menschliche Crowd in der Plagiaterkennung, Ergebnisse unseres Test der Arbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg erschienen in der iX 06/2011

