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DIE HOCHMÜTIGE DOHLE UND DER PFAU

Einst lebte eine Dohle, voll von eitlem Stolz, die stahl sich Federn, die dem Pfau entfallen warn und putzte sich damit. Das eigne Dohlenvolk ver- achtend trat sie in der schönen Pfauen Reihn. Der Unver- schämten reißt man hier die Federn aus, jagt sie mit Schnäbeln. Und die Dohle, bös verbleit will wieder nun betrübt zu ihrem Volk zurück. Die aber stoßen sie von sich, mit herbem Schimpf. Und eine derer, die zuvor verachtet, sprach zu ihr “Hätt’ unsre Lebensart dir vormals conveniert, hätt’st du, was die Natur dir schenkte, akzeptiert, dann wär dir weder jene Schande widerfahrn noch müsstest du zum Unglück jetzt verstoßen sein.”

Diese Version von Aesops Fabel ist aus Wilfried Strohs Sammlung von Übersetzungen von Jan Novák: “Aesopia”, die auf Geschichten von Phaedrus basieren.

Portal Plagiat

Diese Site ist eingerichtet worden, um Informationen rund um das Thema Plagiat zu sammeln. Schauen Sie sich mal um, und wenn Sie was finden, was fehlt – melden Sie sich bei uns!

Was ist eigentlich Plagiat?
Die Aneignung fremden Gedankenguts? Wortwörtliches Abschreiben? Strukturübernahme? Eine scherzhafte Definition nach Wilson Mizner:
Aus einem Buch abschreiben = Plagiat;
aus zwei Büchern abschreiben = Essay;
aus drei = Kompilation;
aus vier = Dissertation.

Heute mag man ergänzen: aus der Wikipedia = Hausarbeit.

Teddi Fishman in “We know it when we see it” is not good enough: toward a standard definition of plagiarism that transcends theft, fraud, and copyright

“Plagiarism occurs when someone

  1. uses words, ideas, or work products
  2. attributable to another identifiable person or source
  3. without attributing the work to the source from which it was obtained
  4. in a situation in which there is a legitimate expectation of original authorship
  5. in order to obtain some benefit, credit, or gain which need not be monetary”

Joseph Gibaldi,  MLA (Modern Language Association) Style Manual: “Plagiat umfasst unter anderem die Unterlassung von geeigneten Quellenhinweisen bei der Verwendung der Formulierungen oder besonderen Wortwahl eines anderen, der Zusammenfassung der Argumente von anderen oder die Darstellung vom Gedankengang eines anderen.” [übers. DWW]

Gerhard Fröhlich: “Unter Plagiat wird die unbefugte Übernahme fremden Geistesguts, der ‘Diebstahl’ geistigen Eigentums verstanden.” [aus echt_falsch]


Cloud-Software vs. menschliche Crowd in der Plagiaterkennung, Ergebnisse unseres Test der Arbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg erschienen in der iX 06/2011