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DIE HOCHMÜTIGE DOHLE UND DER PFAU

Einst lebte eine Dohle, voll von eitlem Stolz, die stahl sich Federn, die dem Pfau entfallen warn und putzte sich damit. Das eigne Dohlenvolk ver- achtend trat sie in der schönen Pfauen Reihn. Der Unver- schämten reißt man hier die Federn aus, jagt sie mit Schnäbeln. Und die Dohle, bös verbleit will wieder nun betrübt zu ihrem Volk zurück. Die aber stoßen sie von sich, mit herbem Schimpf. Und eine derer, die zuvor verachtet, sprach zu ihr “Hätt’ unsre Lebensart dir vormals conveniert, hätt’st du, was die Natur dir schenkte, akzeptiert, dann wär dir weder jene Schande widerfahrn noch müsstest du zum Unglück jetzt verstoßen sein.”

Diese Version von Aesops Fabel ist aus Wilfried Strohs Sammlung von Übersetzungen von Jan Novák: “Aesopia”, die auf Geschichten von Phaedrus basieren.

FAQ – Plagiate in der Hochschule

Hochschule

1. Eine Hausarbeit im Internet veröffentlichen - wenn alle Zitate mit Quellenangaben gekennzeichnet sind, kann man sich dann trotzdem der Urherberrehtsverletzung schuldig machen?

2. Ich bin momentan dabei meine Abschlussarbeit für den Masterstudiengang zu verfassen. Mein Interessengebiet hat sich seit dem Bachelor nicht geändert. Ist es ein Plagiat, wenn ich Teile aus der Bachelorarbeit in die Masterarbeit integriere? Schließlich ist es ja mein Text und alle Quellen wurden von mir angegeben oder ist es doch unzulänglich und ich muss es nochmal schreiben?

3. Wo ist die Grenze zwischen allgemein bekanntem Wissen und notwendigen Zitaten/Paraphrasen zu ziehen? Bei sehr trivialen Tatsachen wie \"Die Welt ist rund\", ist wohl keine Quelle anzugeben. Aber wie sieht es z.B. bei Grundlagen aus spezifischen Fachbereichen aus, dessen Wissen man bei Personen, die zwar nicht direkt mit dem Thema vertraut sind, aber in dem Umfeld tätig sind, nicht unbedingt vorraussetzen kann?

4. Wieviel Prozent meiner eigenen Modularbeit (eigenes Gedankengut) darf ich in meine Masterarbeit mit übernehmen?

5. Ich habe vor einem Jahr im Bereich Biologie (somit Laborarbeit) eine Bachelorarbeit geschrieben. Meine Arbeit drehte sich um einen Teilaspekt einer Doktorthesis. Ich erarbeitete die von mir veröffentlichten Ergebnisse selbstständig. Nun wurde die Doktorarbeit des damaligen Doktoranden veröffentlicht, in welchem Diagramme veröffentlicht wurden, die exakt wie meine aussehen. Meine Name wurde in seiner Arbeit nicht mit den Bildern in Zusammenhang gebracht. Hätte er dies tun müssen? Dies erbost mich, jedoch frage ich mich inwieweit es überhaupt für mich nachweisbar ist, dass es nicht durch Zufälle die exakt gleichen Werteverteilungen gab, aus denen sich die Diagramme zusammensetzen. Vom Doktoranden wäre es ja sinnvoll dies bei einer Konfrontation zu behaupten.

6. Ich habe meine Diplomabeit kürzlich abgegeben und sie ist noch nicht bewertet worden. Jetzt ist mir aufgefallen, dass ich an einer Stelle eine Quelle nicht korrekt angegeben habe. Was kann ich nun tun wenn ich nicht als Plagiator enden will? Also, an wen sollte ich mich wenden? Oder ist alles zu spät?

7. Wie sieht es mit der Zitation von Diplomarbeiten aus, die im Rahmen einer Dissertation vergeben wurden. Bsp: ich schreibe meine Dissertation zu einem Thema und vergebe einen Teilaspekt als Diplomarbeit. Weil von vorneherein feststeht, dass ich die Inhalte der Diplomarbeit in meiner Dissertation verwenden werde wird die Diplomarbeit nicht veröffentlicht und nur zu Prüfungsleistungen Einsicht gewährt. Wie bringe ich dann die Inhalte in meiner Dissertation korrekt zum Einsatz?

8. In unserem Departmentseminar tauchte folgende Frage auf: Wie ist es zu bewerten, wenn im Material & Methodenteil einer Publikation für die Beschreibung einer Methode, die immer wieder identisch verwendet wird, auf den fertig formulierten Text einer eigenen, vorherigen Publikation zurückgegriffen wird? Sollte man das und wenn dann wie, als Auto-Zitat kennzeichnen?

9. Sind bei einem ungekennzeichneten Selbstzitat (sprich einem Selbstplagiat) dieselben Konsequenzen wie bei einem richtigen Plagiat zu ziehen? D.h. Wiederholung des Kurses, Neuverfassung der Arbeit oder sogar Exmatrikulation und Staatsexamensausschluss? Oder kann es dabei überhaupt Konsequenzen geben, wenn sich beispielsweise ein Student aus einer unveröffentlichten Seminararbeit selbst zitiert, ohne dies kenntlich zu machen? Schließlich ist er ja eigentlich der geistige Urheber, weshalb ja auf jeden Fall keine rechtlichen Konsequenzen folgen, da sich der Urheber ja nicht selbst Anzeigen wird.

10. Kann ein Antrag auf Drittmittel (DFG, BMBF, o.ä.) Formulierungen aus eigenen (!) früher publizierten Arbeiten, bzw. anderen eigenen (nicht-publizierten) Forschungsanträgen enthalten, oder liegt dann bereits eine "Autoplagiat" vor?

11. Darf eine Hausarbeit mit mangelhaft wegen nicht ausreichend kenntlich gemachter Zitate bewertet werden obwohl keine schriftl.Erklärung( eidesstattliche Versicherung) hierzu verlangt wurd oder wird dann einfach nicht gewertet?

12. Ich habe auch eine Frage. Beim Anfertigen meiner Diplomarbeit, habe ich eine Dissertation gefunden, die besonders hilfreich war. Ich habe beim Durchlesen der Dissertation wichtige Primärquellen rausgeschrieben und anschließend selber gelesen. Nun habe ich festgestellt, dass ich bei einigen Abschnitten dieselben Primärquellen benutzt habe, wie in der von mir zuvor gelesenen Dissertation. Natürlich habe ich die Abschnitte mit den entsprechenden Fußnoten (Primärquellen) belegt. Meine Frage ist nun, zählt es als Plagiat, wenn ich Zitate (für bestimmte Abschnitte) in ähnlicher Weise/Reihenfolge genutzt habe, wie in der von mir gelesenen Dissertation? Es sei darauf hingewiesen, dass ich diese Abschnitte nicht als Eigenleistung gekennzeichnet habe.

13. Ich schreibe gerade an dem Grundlagenteil meiner Bachelorarbeit und mir ist bei der Literaturanalyse aufgefallen, dass immer wieder auf zwei englischsprachige Veröffentlichungen und ein deutschsprachiges Standardwerk verwiesen wird. Die meisten sich darauf beziehenden Quellen behandeln nun die aufeinander aufbauenden Grundlagen wie auch die speziellen Verfahren (Lösungsalgorithmen etc.) in ähnlicher Reihenfolge mit nur unterschiedlicher Tiefgründigkeit. Wie schreibe ich nun am besten den - nur zur Verständnis wichtigen - Grundlageteil, ohne das es wie 100% (sinngemäß) zitiert, einfach übernommen oder nur auf deutsch übersetzt wirkt? An mathematischen Gesetzmäßigkeiten kann ich nun nicht viel ändern.

14. Ist eine unveröffentlichte Magisterarbeit rechtlich geschützt? Was ist, wenn ein wissenschaftlicher Mitarbeiter (nicht der Betreuer der Magisterarbeit) auf der Grundlage der Thesen, Ideen und Struktur meiner unveröffentlichten Magisterarbeit seine Dissertation schreibt? Muss er die Magisterarbeit erwähnen?

15. Für mich stellt sich die Frage, ob Leitlinien wirklich bindend oder gar gesetzlicher Natur sind? Das heißt, kann ich mit vorhandenen Leitlinien rechtlich wirksam gegen Plagiatsversuche vorgehen?

16. Mal angenommen ein Student schriebe im Auftrag einer Firma eine Diplomarbeit. Nach Fertigstellung der Arbeit erschiene dazu ein von dem Studenten selbst verfasster Artikel. Als Autor des Artikels würden jedoch lediglich die Betreuer, nicht aber der Student selbst genannt und auch aus dem Fließtext wäre nicht erkennbar, dass die Studie nicht von den Betreuern verfasst wurde. Da es sich hier um einen wissenschaftlichen Text ohne Quellenangaben handelt wäre doch von Plagiat bzw. Urheberrechtsverletzung auszugehen? Wenn der Bericht bereits erschienen wäre und dem Studenten bei der Bewerbung um eine Dissertationsstelle somit eine entscheidende Referenz gestohlen würde, wäre es dann sinnvoll gegen das Unternehmen zu klagen? Um welchen Umfang an Streitwerten könnte es sich handeln? Welche weiteren Maßnahmen könnten vom Unternehmen und dem Studenten ergriffen werden um den Verlust des geistigen Eigentums rückgängig zu machen?

17. Ich wundere mich gerade. Diese Plagiatgeschichte war mir nicht so bewusst, als es mich erwischte. Da schreibe ich ohne Bedenken aus dem FF, und schwupss, hängt man mir einen Täuschungsversuch an. Wie soll ich bitte die Überschneidung mit 2 Internetseiten erklären? Ich habe definitiv nicht abgeschrieben. Ich finde diese Situation einfach lächerlich. Ich kann es verstehen, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse geschätzt werden. Aber wenn eben die Sonne scheint, dann schreibe ich: "In Deutschland scheint die Sonne." Dieser Zitierschwachsinn ist nicht mehr zum Aushalten.... die Zahlen in den Klammern sind die ca. Werte von genauen Satzteilfunde von Google.... Meine Frage: Wie bitte das Gegenteil belegen?

18. Bremst sich die Wissenschaft durch ihre "übertriebene" Zitiererei nicht genauso, wie Patente die Innovation oft hemmen?

19. Was mich interessiert ist, wie man mit dem Thema Plagiat bei naturwissenschaftlichen, experimentellen Arbeiten umgeht, wenn zwei Personen (vielleicht noch der gleichen Forschungsgruppe) beispielsweise im Rahmen einer Diplomarbeit ähnliche, aber doch verschiedene Materialien mit den gleichen Methoden untersuchen. Die Grundlagen bzw. Prozesse dabei sind absolut dieselben und werden im Grundlagen- bzw. Theorie-Teil dieser Arbeiten nicht grundlegend unterschiedlich dargelegt werden können, da der Inhalt aus naturwissenschaftlichen Fakten besteht.

20. Über den Umgang mit Plagiaten von StundentInnen findet man mittlerweile einiges im Netz. Wie aber ist damit umzugehen, wenn ein längerer Text, den man als wissenschaftliche Hilfskraft innerhalb eines Projektzusammenhangs eigenständig verfasst hat (von der Idee zum Textaufbau über die Argumentation, die Auswertung der empirischen Daten (Interviews) bis hin zu Stil und Wortwahl), von den Projektverantwortlichen als deutlich erkennbarer Teil einer Monographie unter eigenem Namen veröffentlicht wird? (Projektidee und Projektantrag kamen von den Verantwortlichen.) - Sicher gibt es mittlerweile an den meisten Universitäten Ombudspersonen für solche Fälle. Allerdings erscheint es, je nach Position und Beziehungen der PlagiatorInnen in der Unihierarchie, nicht immer erfolgsversprechend sich an diese zu wenden. Gibt es eine unabhängige Stelle, von der eine Beratung zu den möglichen Vorgehensweisen dagegen, ihrer Wirkmächtigkeit bzw. ihren Gefahren zu erhalten ist? Woher ist in einem solchen Fall unabhängige Unterstützung zu erhalten, ohne einen Anwalt einzuschalten?

21. Ich habe meine wissenschaftliche Arbeit fertiggestellt. Dies hat nun ein halbes Jahr in Anspruch genommen. Manchmal habe ich schnelle Notizen gemacht, die ich dann in der Arbeit weiterverwendet habe. Wie kann ich als Autor nun überprüfen, ob ich alles korrekt angegeben habe? Denn es könnte ja sein, das ich eine Notitz für mein eigenes geistiges Eigentum halte und somit vergessen habe, das dies eigentlich die stichpunktartige Zusammenfassung eines fremden Textes ist.

22. Ich habe eine Seminararbeit über den Kompass angefertigt. Um mir einen Überblick über das Thema zu verschaffen, habe ich mehrere Bücher gelesen. Wie zitiere ich nun richtig? Muss bei jedem Abschnitt angegeben werden, woher ich mein Wissen habe? Denn eigentlich steht in allen Büchern das gleiche, das sich mit meinem Vorwissen deckt und durch die Lektüre nur aufgefrischt wird. Bei speziellem Wissen, z. B. besondere Ausführungen des Kompass, habe ich durch Fußnoten die Quelle meiner Weisheit zitiert. Was mache ich nun mit dem Rest, den ich eigentlich schon wußte, aber nochmals nachgelesen habe? Genügt es, die Bücher in der Literaturliste angegeben zu haben oder müssen sie nach jedem Abschnitt nochmals zitiert werden?

23. Bin keine Muttersprachlerin und musste meine Doktorarbeit zur Korrekturlesen geben. Habe dazu unvorsichtigerweise einen von diesen "Ich-korrigiere-ihre-wissenschaftliche-Arbeit"-Zettel vom schwarzen Brett an der Uni benutzt. Habe jetzt Angst, es könnte geklaut werden. Wie kann ich in diesem Fall vorgehen? Worauf soll ich achten? Und wie - falls es geklaut wird - kann ich es nachweisen?

24. Ist die Umstellung auf Bachelor/Master nicht plagiatsfördernd? Zeitdruck und Noten spielen eine größere Rolle als wissenschaftliche Freiräume.

25. Braucht die Wissenschaft neue Regeln für den Umgang mit vergänglichen und veränderlichen Quellen wie z.B. Internetseiten?

Andere häufig gestellte Fragen

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