Similarity Texter

DIE HOCHMÜTIGE DOHLE UND DER PFAU

Einst lebte eine Dohle, voll von eitlem Stolz, die stahl sich Federn, die dem Pfau entfallen warn und putzte sich damit. Das eigne Dohlenvolk ver- achtend trat sie in der schönen Pfauen Reihn. Der Unver- schämten reißt man hier die Federn aus, jagt sie mit Schnäbeln. Und die Dohle, bös verbleit will wieder nun betrübt zu ihrem Volk zurück. Die aber stoßen sie von sich, mit herbem Schimpf. Und eine derer, die zuvor verachtet, sprach zu ihr “Hätt’ unsre Lebensart dir vormals conveniert, hätt’st du, was die Natur dir schenkte, akzeptiert, dann wär dir weder jene Schande widerfahrn noch müsstest du zum Unglück jetzt verstoßen sein.”

Diese Version von Aesops Fabel ist aus Wilfried Strohs Sammlung von Übersetzungen von Jan Novák: “Aesopia”, die auf Geschichten von Phaedrus basieren.

Test 2007 – S02 Turnitin

Software-Steckbrief

Nummer S07-02
Produkt turnitin
Hersteller iParadigms, LLC, 1624 Franklin St., 7th floor, Oakland, CA 94612, USA
Europäische Reseller:
northumbria learning, Digital Education Services, 3rd Floor East Wing, Hadrian House, Higham Place, Newcastle upon Tyne, NE1 8AF
Web-Site http://turnitin.com/ bzw www.northumbrialearning.co.uk
Software-Typ Online, es ist auch integrierbar mit Blackboard und Moodle
Kosteninfo Es gibt viele Lizenztypen, unter anderem Campus-Lizenzen, Fachbereichs-Lizenzen, Dozenten-Lizenzen. Der Preis hängt von der Anzahl der Studierenden ab. Man wendet sich an die Firma für mehr Information.
Testdatum 23. Juli 2007, Retests teilweise am 17. September 2007

Testüberblick

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Bewertung: 6 korrekt / 3 fast / 2 halb / 9 falsch = (3:2:1:0) 26 / 60 Punkte

Platz: 8 beim Auffinden von Plagiaten, die Software ist gut in die Arbeitsabläufe einer Hochschule eingepasst, Ergebnisse fast identisch mit iPlagiarismCheck


Testablauf/Kommentare

  • Es gibt ein 72-Seitiges „user Introduction guide“ auf Englisch, was sehr gut ist. Es ist aber nicht klar, ob es ein deutsches Handbook gibt.
  • Sehr problematisch ist das Speichern von Paper der Studierenden. Gegenüber dem Test vom 2004 gibt es inzwischen eine Möglichkeit, anzugeben dass man die Paper nicht gespeichert haben will. Allerdings ist diese sehr versteckt im Formular „Advanced Options“ (siehe Screenshot 1). Wenn man nicht will, dass das eigene Paper gespeichert wird, werden die Arbeiten nicht gegen die Datenbank der studentischen Paper geprüft. Wir haben dieses mehrfach versucht zu setzen, immer wieder passierte es aber, dass es „versehentlich“ zurück zum Standardoptionen kehrte. Da es nach EU-Recht nicht zulässig ist, die Werke zu speichern ohne Erlaubnis des Urhebers, musste dieses sehr klar angegeben werden und sehr einfach ein- und auszuschalten sein. Dieses ist ein deutliches Manko!
  • Es scheint relativ schwierig zu sein, sein geistiges Eigentum von turnitin wieder herauszubekommen, meinen die folgenden Sites: MikeSmitessayfraud.orgKlage gegen turnitin in den USA – Ein Blog-Eintrag und der Erwiderung durch turnitin –
  • Turnitin gibt an, dass sie die folgende Formate verarbeiten kann: MS Doc, WordPerfect, Postscript, PDF, HTML, RTF, plain text
  • Es gibt Probleme mit Umlauten im Dateinamen.
  • Es gibt Probleme mit Umlaute in den Texten.
  • Bei allen 10 Testfälle aus dem Jahr 2004 waren die Texte bereits in der Datenbank gespeichert – ohne, dass ich das will oder mein Erlaubnis gegeben habe. Sie werden mit Quelle „Internet 08/07/06“ und der URL unserer Lerneinheit angegeben. Es gab in der Tat eine Zeit, wo Google unsere Texte – trotz robots.txt – in ihr Index verzeichnet hat. Wir haben erfolgreich die Daten aus Google herausbekommen, aber sie sind irgendwie immer noch bei turnitin.
  • Es war möglich, plagiat.htw-berlin.de als Quelle auszuschliessen, um an weiteren Quellen herankommen zu können. Wir müssten dann aber relativ viele Spam- (wie zum Beispiel in Screenshot 2) oder Parking-Seiten ausschliessen (19 mal beim Testfall 6!), um dann an „ordentlichere“ Seiten zu gelangen.
  • Siehe „Eine kuriose Geschichte“ für mehr über die Ahnlichkeiten von diesem Software-System mit iPlagairismCheck!
  • Ansonsten ist der Aufbau und die Handhabung des Systems gut für Hochschulen angepasst und die Übersichtsseite sehr gut aufgebaut. Leider lassen die Ergebnisse sehr zu Wünschen übrig. (siehe Screenshot 3)
  • Wir haben versucht, das turnitin-Plugin für Moodle 1.7 zu installieren, sind aber leider daran gescheitert. Die Idee ist gut – als Teil des normalen Einreichungsprozesses in Moodle können Aufgaben erst mal durch turnitin geschickt werden. Das Plugin funktionierte noch nicht mit Version 1.8, die kurz darauf an unserer Hochschule installiert wurde, dadurch konnten wir keine weiteren Versuche damit unternehmen. Es soll inzwischen eine neue Version geben, es fehlte aber die Zeit zum Testen.
  • Als wir uns im September wieder einloggten, sprach turnitin in den Berichten eine Art Deutsch mit uns: „exclude quotes“ wurde „veranschlagen ausschliessen „.

Einzeltests

  • 0-9: Alle haben als Quelle mit 100% Übereinstimmung http://plagiat.htw-berlin.de/ff/… angegeben. Wir haben dieses weggeklickt, und dann diverse Seiten, die als Basis für Suchmaschineoptimierung dienen, oder einfach „Parkplätze“ für gute Domain-Namen, in der Regel im Bereich der Medizin, auch wegklicken müssen.
  • 0: Nach Ausschluß der HTW sind keine weiteren Links zu finden
  • 1: Zwei Sätze (Plagiat) bei einer Musikschule, sonst kein Hinweis auf die Quelle
  • 2: 3 Quellen gefunden, 41%, 36%, 21%, dabei aber nur Plagiate von Amazon, nicht Amazon selber
  • 3: 68% angegeben von der (100%igen) Quelle
  • 4: 2 von 3 Quellen gefunden mit 79%.
  • 5: Nach Ausschluss von der HTW keine weitere Quellen – vielleicht Probleme mit PDF-Quellen?
  • 6: 19 Seiten mussten weggeklickt werden, bis etwas ordentliches zu sehen war! Mit 76% werden lauter „Spam“-Seiten gemeldet (siehe Screenshot 4, mit den ausgeschlossenen Seiten, einmal HTW und 19 andere), mit jeweils 2% werden www.luebeck.de und www.taz.de gemeldet, aber weder die Wikipedia noch irgendeine der „seriöseren“ Plagaitsseiten wurde gefunden.
  • 7: Mausreporter gefunden, aber nicht die „Sendung mit der Maus“ Seite gefunden, Wikipedia auch nicht gefunden
  • 8: Wikipedia fehlt, 9 geparkte Seiten
  • 9: schoolunity nicht gefunden
  • 10: Interessanterweise wird die Quelle, die in PDF vorliegt, gefunden, aber nur mit 35% angegeben. In der Darstellung scheint es nur einzelne Wörter zu sein, die übereinstimmen. Die Wikipedia-Quelle wird nicht gefunden, aber zwei Plagiate davon. Die Buchquelle wird nicht gefunden.
  • 11: Mit 92% wird die Quelle gefunden
  • 12: nichts
  • 13: nichts
  • 15: nichts
  • 16: Nur eine von 3 Quellen gefunden
  • 17: 6%, grün, nur zwei Halbsatzübereinstimmungen, nichts aus dem plagiierten Bereich
  • 18: 91%
  • 19: Nichts gefunden, PDF ist Quelle

Screenshots

Datenbanktest nur mit Speicherung erlaubt
Screenshot 1: Dialog, der bestimmt, ob Seiten in der Datenbank bleiben oder nicht.

bestelltipps-klein.png
Parking Site
Screenshot 2: Spam- und Parkingseiten, die als „Plagiatsquellen“ angegeben wurde.

Ergebnis
Screenshot 3: Ergebnisübersicht

Ausschließen von Spam-Seiten
Screenshot 4: Ausschluss von Spam-Seiten


Firmenwerbung

turnitin.png


Stellungnahme der Firma

Die Firma iParadigms hat am 27.9.2007 eine längere Stellungnahme (mit Bilder) geschickt, den wir hier als .pdf anbieten (turnitin Software Review Response). Die Stellungnahme spricht folgende Punkte an:

  • German Language Content and Wikipedia
  • Originality Report Interpretation (sie schlagen eine andere Punktbewertung vor)
  • Storage of Papers
  • EU Law
  • Removal of Turnitin work
  • Problems with Umlauts
  • www.iPlagiarismCheck.com
  • Moodle Integration
  • German Language Version

2007-10-23: Die Firma hat nach Aufnahme der Wikipedia in ihr Datenbank unseren Test erneut durchgeführt mit folgendem Resultate: Turnitin-Bericht 2007-10-23 deTurnitin-Bericht 2001-10-23 en

Da auch andere Firmen in der Zwischenzeit Änderungen vorgenommen haben, können wir die Gesamtauswertung nicht verändern. Dazu musste ein Gesamttest erneut durchgeführt werden.