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DIE HOCHMÜTIGE DOHLE UND DER PFAU

Einst lebte eine Dohle, voll von eitlem Stolz, die stahl sich Federn, die dem Pfau entfallen warn und putzte sich damit. Das eigne Dohlenvolk ver- achtend trat sie in der schönen Pfauen Reihn. Der Unver- schämten reißt man hier die Federn aus, jagt sie mit Schnäbeln. Und die Dohle, bös verbleit will wieder nun betrübt zu ihrem Volk zurück. Die aber stoßen sie von sich, mit herbem Schimpf. Und eine derer, die zuvor verachtet, sprach zu ihr “Hätt’ unsre Lebensart dir vormals conveniert, hätt’st du, was die Natur dir schenkte, akzeptiert, dann wär dir weder jene Schande widerfahrn noch müsstest du zum Unglück jetzt verstoßen sein.”

Diese Version von Aesops Fabel ist aus Wilfried Strohs Sammlung von Übersetzungen von Jan Novák: “Aesopia”, die auf Geschichten von Phaedrus basieren.

Test 2010: S10-01 Turnitin

Software Steckbrief | Testüberblick | Kurzfassung| Screenshots | Firmenwerbung | Links

Software Steckbrief

Nummer S10-01
Produkt Turnitin
Hersteller iParadigms, LLC, 1111 Broadway, 3rd floor, Oakland, CA 94607, USA
Europäische Reseller:
iParadigms Europe Ltd., 6-8 Charlotte Square, Newcastle, NE1 4XF, UK
Web-Site http://www.turnitin.com
Software-Typ Online, es ist auch integrierbar in Blackboard und Moodle
Kosteninfo Es gibt viele Lizenztypen, unter anderem Campus-Lizenzen, Fachbereichs-Lizenzen, Dozenten-Lizenzen. Der Preis hängt von der Anzahl der Studierenden ab. Man wendet sich an die Firma für mehr Information.
Testdatum 13.09.2010

Testüberblick

Rang für alle Tests: 3
Rang für Tests 10-40: 3
Rang für Tests 31-40: 5
Benutzerfreundlichkeit: 5
Professionalität 4
Durchschnittlicher Rang: 4
Effektivität (Zensur): C-
Gesamtplatzierung: 2

teilweise nützlich


Kurzfassung

An zweiter Stelle ist das weit verbreitete US-System Turnitin, vertrieben von der Firma iParadigms. In der Vergangenheit war das System von verschiedenen Problemen geplagt, wie die Unfähigkeit mit Umlauten umzugehen, Wikipedia zu ignorieren und einem relativ komplizierten Einrichtungsprozeß. Sie haben es geschafft, viele dieser Probleme teilweise zu lösen, inzwischen geht es besser mit deutschen Texten als mit englischen. Die besten Ergebnisse werden mit Material erzielt, das bereits in ihren Datenbanken gespeichert ist. Dies ist aus europäischer Sicht ein Problem, da Kopien von Aufsätzen ohne die ausdrückliche Erlaubnis des Eigentümers nicht legal gespeichert werden können. Gerade viele Arbeiten im technischen Bereich enthalten Material, das unter einem Geheimhaltungsabkommen steht und in keiner Weise in externen Datenbanken gespeichert werden darf.

Wir untersuchten, warum Turnitin von Platz 13 in der Gesamteffektivität im Test 2008 nun auf Platz 3 gestiegen ist. Der Grund scheint zu sein, dass die anderen Systeme wesentlich schlechter geworden sind. Testfälle wie # 18 (eine stark bearbeitete Version eines online verfügbaren Textes) werden nun konsequent von vielen Systemen nicht gefunden. Dies gilt auch für ein Plagiat aus einem Blog (# 29). Für die Testfälle, die Plagiate aus mehreren Quellen sind, waren viele Systeme nicht (mehr) dazu in der Lage alle Quellen zu finden, wodurch sie in der Effektivität Punkte verloren haben.

Turnitin hat jetzt eine deutschsprachige Version, die noch ein paar Übersetzungsprobleme hat, z. B. Benotungsbuch statt Notenbuch. Es gibt immer noch Bedienprobleme mit Turnitin durch deren konsequente Angabe von Spam-Seiten der Wikipedia als Quellen. Einige dieser Seiten sind problematisch zu betrachten, da die sie Pornografie verkaufen und das auf der Seite entsprechend bewerben. Dies könnte zu einem Problem führen, wenn so etwas auf Schulcomputern gefunden wird. Interessant genug, die Wikipedia war häufig auch angegeben, aber erst nach diesen Seiten gelistet. Es gab auch ein Problem mit der Datenbank, da Plagiate von Seiten gemeldet wurden, die nicht mehr existieren. Oft war es in der Tat die richtige Seite, aber für eine Lehrkraft wäre es frustrierend, den Beweis eines Plagiats zu finden, aber nicht in der Lage zu sein, die Quelle anzugeben, die für eine Sanktionierung erforderlich wäre.


Stellungnahme des Herstellers

1) “Plagiarism Detectors”

As you know, we fully agree that the historic categorization of these tools as “plagiarism detectors” is a misnomer and that the “magic bullet, a software that can quickly and effortlessly determine which papers are plagiarisms” (Köhler & Weber-Wulff 2011) is, we agree, a false goal.

Plagiarism detection is not something that can be automated by technology alone. It will always require academic judgement and must be addressed using a holistic approach that uses both technology and pedagogy. We believe that our system operates as a catalyst to help students improve research and writing practice by identifying  ‘unoriginal content’ and providing rich feedback through online grading.

2) Turnitin Follows EU copyright and data privacy laws

Your reports states that Turnitin faces “a problem from a European standpoint, as it is not legal to store copies of material without the express permission of the copyright owners. Also, many theses in technical fields contain material which is under a non-disclosure agreement and must not in any way be stored in databases.”  (Köhler & Weber-Wulff 2011)

This is not true.

Turnitin administrators and instructors have complete control over whether or not documents submitted to the database are stored or not. The system fully complies with European law, has always allowed academics to choose not to store students work and since the 2008 test allows students to opt-out of having their work stored from the Turnitin interface if the institution has this feature turned on.  Institutions have the right to have their work deleted at any time. No system you have tested is as compliant or provides the same level of sophistication in terms of data protection or storage options.

Note: some institutions require their students to allow work to be maintained by the institution (not iParadigms) for the maintenance of academic standards and the student database facility in Turnitin provides for this requirement.


Screenshots


Screenshot 1: Ein Orignalaufsatz wurde mit 25% Plagiat gemeldet – wegen ein korrekt zitierter Tabelle und andere Sites, die von uns kopiert haben.


Screenshot 2: Wenn man den Empfindlichkeit nicht hochsetzt, werden viele kleine Übereinstimmungen gefunden


Screenshot 3: Viele Spam-Seiten werden als Quellen genannt. Nicht alle sind geeignet, am Arbeitsplatz eingesehen zu werden. Dieser ist einer der harmloseren.

Screenshot 4: Wie bitte? Die Übersetzungen sind oft schwer zu verstehen.


Firmenwerbung

„Our award-winning solution discourages plagiarism and facilitates rich, meaningful feedback that improves writing skills, promotes critical thinking, and streamlines grading.“


Links

offizielle Website http://www.turnitin.com