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DIE HOCHMÜTIGE DOHLE UND DER PFAU

Einst lebte eine Dohle, voll von eitlem Stolz, die stahl sich Federn, die dem Pfau entfallen warn und putzte sich damit. Das eigne Dohlenvolk ver- achtend trat sie in der schönen Pfauen Reihn. Der Unver- schämten reißt man hier die Federn aus, jagt sie mit Schnäbeln. Und die Dohle, bös verbleit will wieder nun betrübt zu ihrem Volk zurück. Die aber stoßen sie von sich, mit herbem Schimpf. Und eine derer, die zuvor verachtet, sprach zu ihr “Hätt’ unsre Lebensart dir vormals conveniert, hätt’st du, was die Natur dir schenkte, akzeptiert, dann wär dir weder jene Schande widerfahrn noch müsstest du zum Unglück jetzt verstoßen sein.”

Diese Version von Aesops Fabel ist aus Wilfried Strohs Sammlung von Übersetzungen von Jan Novák: “Aesopia”, die auf Geschichten von Phaedrus basieren.

Test 2008 – S06 StrikePlagiarism

Software Steckbrief | Testüberblick | Kurzfassung| Testablauf / Kommentare | Screenshots | Firmenwerbung | Links

Software Steckbrief

Nummer S08-06
Produkt StrikePlagiarism
Hersteller Plagiat.pg Sp. z o.o., 3 Barska St., 02-315 Warsaw, Poland
Web-Site http://strikeplagiarism.com
Software-Typ online
Kosteninfo Man benötigt entweder eine Institutslizenz (individuell auszuhandeln) oder Tokens, um zu testen.1 Token gilt für bis zu 30.000 Zeichen, also braucht man 3 Token für ein Dokument mit 70.000 Zeichen. Leerschritte und neue Zeilen zählen auch als Zeichen. Kostenpunkt pro Token: 2,44 € netto.
Testdatum 02.09. + 09.09. + 17.09. + 24.09.2008

Testüberblick

Grundtests

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
0 0 3 3 3 3 3 3 3 0 2 3 0 0 3 0 2 3 3 3 1 3 0 0 3 3 0 2 1 0 2

Bewertung: 15 korrekt / 4 fast / 2 halb / 10 falsch = (3:2:1:0)

55 / 80 Punkte

Platz: 9

Usability:

Kategorie Kommentar 0 – 3
Website + Kostentransparenz
  • Kostentransparenz angegeben, es wird jedoch nicht ganz klar, ob man für einen Token 30.000 oder 50.000 Zeichen bekommt.
  • Die Website ist klar strukturiert.
3
Layout und Beschriftungen
  • Das Layout ist grauenhaft, die Tabelle ist schlecht.
  • Man muss sowohl nach unten, als auch zur Seite scrollen.
  • Wesentliche Bereiche sind ausserhalb des sichtbaren Bereiches.
1
Navigation
  • Die Buttons rücken nach unten.
  • Man muss zum wichtigen Teil immer scrollen.
2
Erklärungen in den Berichten
  • Wir haben zunächst nur den Short-Report gefunden und erst später den viel besseren Full-Report.
2
Einpassung im Workflow
  • Ergebnisse können sehr schön zu Excel konvertiert werden.
  • Die Dokumente müssen einzeln hochgeladen werden.
  • Die alten Berichte können nicht gelöscht werden.
0
Summe 8
Note 3,3

Platz 8


Kurzfassung

Platz 9 belegte das polnische System StrikePlagiarism mit 55 Punkten. Im Test 2007 hat das System nicht mal ein Viertel der möglichen Punkte erlangen können, jetzt sind es über die Hälfte. Die Usability ist jedoch mit 3,3 immer noch unverändert schlecht. Es sind viele Schreibfehler in dem sehr polnischen Englisch. Man ist dazu gezwungen, alle Aufsätze in deren Datenbank zu speichern, und ein TItel und ein Autor müssen zunächst für jedes Werk angegeben werden. Die Quellen werden nicht markiert, dadurch ist das Auffinden recht mühsam. Manche Links in den Berichten sind nicht anklickbar, manche doch, es ist recht unübersichtlich. Es werden zwei Koeffizienten berechnet, die recht wissenschaftlich klingen, die jedoch keinerlei Bedeutung haben. Sobals sie einen Teil in einer Quelle gefunden haben, suchen sie diesen in den anderen Quellen nicht mehr.


Testablauf/Kommentare

  • Die alten Dokumente sind noch da, können jedoch weder gelöscht und noch neu getestet werden.
  • Man muss Titel und Autor eingeben.
  • Riesige Felder für Dokumentname und Autor => man muss scrollen
  • Beim Drucken eines PDFs Absturz von Acrobat, das System kommt mit Acrobat 5 nicht klar
  • Im Bericht sieht man zuerst eine Liste von Links, die nicht klickbar sind, ganz unten findet man dann die ersten 3 nochmal klickbar
  • Wenn man nichts findet, kann man ein Zertifikat „Free from Plagiarism“ bekommen. Aber nur weil sie nichts gefunden haben, muss es ja kein Original sein.
  • Die Kostenangaben sind an unterschiedlichen Stellen verschieden angegeben, mal 2 € mal 2,44€ pro Token. Es wird auch nicht klar,  ob es dafür 30.000 oder 50.000 Zeichen gibt.
  • Das Englisch ist stark polnisch angehaucht und es gibt viele Schreibfehler.
  • Der Export zu Excel klappt gut.
  • Es gibt einen Full und einen Short Report, nur beim Full Report gibt es markierte Bereiche
  • Furchtbar unübersichtliche Tabelle (siehe Screenshot 1 )
    • unwichtige Infos vorn und Wichtiges, wie der Full Report ist daher nicht mehr zu sehen.
    • Eingabefelder gehen über die Spaltenbreit hinaus
  • Sobald ein Teil in einer Quelle gefunden wurde, wird danach in anderen Quellen nicht mehr gesucht
  • Clear markings funktioniert nicht.
  • Die Suche nach einem Titel geht nur mit %frosch% (siehe Screenshot 2 )
  • Man kann auch ein Free-Of-Plagiarism Banner bekommen (siehe Screenshot 3 )

Einzeltests

  • 02: von Amazon wurde nur die Rezension gefunden, aber nur 3 Wörter „Im Jahr 2195″
    • die Quellen überlappen sich und das kann das System nicht darstellen
    • Anzahl der Wörter ist unerklärbar
  • 03: 8 mal die gleiche Quelle hintereinander aufgelistet (siehe Screenshot 4 )
  • 16: Abendblatt fehlt
  • 17: Text gefunden, aber woanders
  • 20: was stimmt da überein – 3 Quellen mit höchstens 46 wörtern, nur 1 punkt da wir das nicht nachvollziehen können
  • 25 : unsere eigentliche Quelle ist 404, also nicht mehr online
  • 25e: E´s verwirren
  • 27: Spiegelwissen fehlt

Sonderfälle

  • Sonderfall Collusion: keiner der 8 Collusiontestfälle wurde als Collusion gemeldet.

Screenshots

schlechtes Layout
Screenshot 1: schlechtes Layout

Suche nach Dokumenten
Screenshot 2: Suche nach Dokumenten

Free-Of-Plagiarism Banner
Screenshot 3: Mehrfach eingereichte Dokumente

8mal die gleiche Quelle
Screenshot 4: Viel Spam


Firmenwerbung

„Wir nehmen uns vor, gegen Copyright-Verletzung und unbefugte Ausnutzung des geistigen Eigentums wirksam vorzubeugen. Die Aufgabe unserer Software-Platform ist also Schutz der Werke und Arbeiten der polnischen Intellektuellen und Studenten vor unautorisierter Vervielfältigung und Verarbeitung landesweit. Wir arbeiten mit Hochschulen, Regierungsfilialen, Verlagen und anderen Institutionen zusammen, und unterstützen private Personen im Kampf mit allen Formen der geistigen Piraterie.“


Stellungnahme

offizielle Stellungnahme vom 09.09.2010


Links

offizielle Website http://strikeplagiarism.com