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DIE HOCHMÜTIGE DOHLE UND DER PFAU

Einst lebte eine Dohle, voll von eitlem Stolz, die stahl sich Federn, die dem Pfau entfallen warn und putzte sich damit. Das eigne Dohlenvolk ver- achtend trat sie in der schönen Pfauen Reihn. Der Unver- schämten reißt man hier die Federn aus, jagt sie mit Schnäbeln. Und die Dohle, bös verbleit will wieder nun betrübt zu ihrem Volk zurück. Die aber stoßen sie von sich, mit herbem Schimpf. Und eine derer, die zuvor verachtet, sprach zu ihr “Hätt’ unsre Lebensart dir vormals conveniert, hätt’st du, was die Natur dir schenkte, akzeptiert, dann wär dir weder jene Schande widerfahrn noch müsstest du zum Unglück jetzt verstoßen sein.”

Diese Version von Aesops Fabel ist aus Wilfried Strohs Sammlung von Übersetzungen von Jan Novák: “Aesopia”, die auf Geschichten von Phaedrus basieren.

Top oder Flop? – Plagiatserkennungssoftware im Vergleich 2008

Folgende 24 Softwareprodukte zur Plagiats- oder Kollusionserkennung wurden von April bis Oktober 2008 an der FHTW Berlin untersucht (eine Firma hat uns untersagt, ihren Name zu nennen):

AntiPlag
ArticleChecker
CatchItFirst
CheckForPlagiarism
CopyScape Free
CopyScape Premium
Docoloc
Ephorus
ETBlast
Jplag
Paperseek
PlagAware
Plagiarism Finder
Plagiarism-Detector
PlagiatCheck
ProfNet
SafeAssign
Strike Plagiarism
Turnitin
Urkund
WCopyFind
Webmasterlabor
Yaplaf
XXXX

Top

Nummer Eins im Feld war CopyScape Premium, ein britisch/israelisches System von der Firma, die GoogleAlert anbietet: schnörkelos, einfach, praktisch, nicht zu teuer (5 Cent pro Test). Von 80 erreichbaren Punkten hat CopyScape Premium 70 geschafft Der kostenlose kleine Bruder hat 64 Punkte geschafft. Durch die Nähe zu Google haben sie sicherlich einen Heimvorteil.
(http://plagiat.htw-berlin.de/software/2008/bewertung/s09-copyscape-premium/)

Flop

Das bekannte System Turnitin hat ein neues System, Global, was laut Werbung nun auch mit Sonderzeichen wie Umlauten umgehen kann. Leider ist die eigene Datenbank, mit der die Testfälle verglichen werden, ohne diese Sonderzeichenberücksichtigung entstanden. Daher findet Global extrem wenig von unseren deutschsprachigen Testsfällen. Von den 19 Punkten stammten 9 daher, dass für die Originalwerke nichts gefunden wurde. Nachbesserungen wären hier angebracht, aber auch das Stammsystem hat nur 45 Punkten erreicht, auch wenn es als einziges Plagiatserkennungssystem Kollusionen erkennt.
(http://plagiat.htw-berlin.de/software/2008/bewertung/s01b-turnitin-global/)

Absteiger

Das deutsche Produkt Plagiarism-Finder, für das in den letzten Wochen viele Presseerzeugnisse geworben haben, war 2004 Testsieger. Es hat sich aber seitdem nichts mit dem Produkt getan, die Konkurrenz hat jedoch stark aufgeholt. Das System – obwohl durch die Installation auf einem Speicherstick durchaus sehr gebrauchstauglich – liefert auch unterschiedliche Ergebnisse, teilweise innerhalb von 10 Minuten stieg der gemeldeten Plagiatsquote von 43% auf 80% – bei identischer Quelle. Mit nur 28 Punkten erhielt das System die Note „nicht ausreichend“.
(http://plagiat.htw-berlin.de/software/2008/bewertung/s03-plagiarismfinder/)

Aufsteiger

Das deutsche System PlagAware, Aufsteiger im Test 2007, hat mit ihrem neuen System einen Sprung in die Königsklasse vollzogen. Mit 61 Punkten landete es Punktgleich mit dem ebenfalls deutschen System Docoloc auf dem 5. Platz. Die Gebrauchstauglichkeit des Systems ist seit dem letzten Test verbessert worden und mit einer 1,7 hat PlagAware die beste Note in dieser Disziplin im Test 2008 erreicht.
(http://plagiat.htw-berlin.de/software/2008/bewertung/s20b-plagaware/)

Das Gesamtergebnis finden Sie unter  http://plagiat.htw-berlin.de/software/2008/

Prof. Dr. Debora Weber-Wulff mit Katrin Köhler