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Friðrik Þór Friðricksson

 

Dieser Aufsatz beschäftigt sich mit dem isländischen Regisseur Friðrik Þór Friðricksson.

     
Beispiel
Plagiat?!
Fridrik Thor Fridricksson

Der isländische Filmemacher, dessen Name sich in seiner Muttersprache „Friðrik Þór Friðricksson“ schreibt, wurde am 12. Mai 1953 in Reykjavik, der Hauptstadt Islands, geboren. Er hat sich immer für Film interessiert, obwohl er keine Filmschule besucht hat. Er machte bereits mit 14 seinen ersten 8mm-Film und drehte in der Schule 16mm-Amateur-Experimentalfilme. 1973 gründete er zusammen mit Freunden den ersten Filmklub in einem alten, heruntergekommenen Kino („Fjalakötturinn“, Bergkatze). Dort zeigten sie sowohl Klassiker als auch moderne Kunstfilme. Er wählte genau die Filme aus, die ihn selbst besonders interessierten, sozusagen in pädagogischer Absicht [1]. Mit den Einnahmen wurden eine richtige Filmkamera und ein Schneidetisch finanziert.

Fridrik Þor [2] hat wie kaum ein Zweiter die isländische Filmszene geprägt. 1978 gründete er das Reykjavik Filmfestival und war dessen erster Leiter. Jedes Jahr im September oder Oktober werden über mehrere Wochen aktuelle Filme gezeigt, nicht nur nordische Produktionen, sondern auch internationale Filme. Als Preis wird der Edda-Award vergeben. Seit 1980 gibt er die erste isländische Filmzeitschrift heraus. Den Verlag „Svart a hvitu“ (‘Schwarz auf weiß'), der Publikationen rund um Kunst und Kultur erstellt, hat er ebenfalls mitgegründet.

Mit Geld aus seinen erfolgreichen Filmen und staatlicher Unterstützung gründete er die „Icelandic Film Corporation” [3], um die aufblühende isländische Filmszene zu unterstützen. Es wird ihm nachgesagt, dass er besonders geschickt sei, die finanziellen Ressourcen für Produktionen zusammenzukratzen. Und obwohl er so etwas wie der isländische Filmmogul ist, unterstützt er trotzdem seinen Erzrivalen Hrafnn Gunnlaugsson, auch wenn sie sich durchaus in die Haare kriegen können.

Er ist aufgewachsen und zur Schule gegangen mit Einar Már Guðmundsson und Einar Kárason, beide heute international bekannte Schriftsteller. Sie alle sind Geschichtenerzähler, Friðrik Þór mit Bildgeschichten, Einar Már und Einar Kárason mit Texten. Sie verbinden die Liebe zu ihrer Heimat (inklusive des für unseren Verstand recht merkwürdig anmutenden Wirkens von Elfen) mit ihren Erinnerungen und genauen Beobachtungen.

Seine ersten kleineren Filme, „Saga of Burnt Njal“ (1980), „Blacksmith“ (1981), „Rock in Reykjavik“ (1982) und „Hringurinn (etwa: Der Ring, 1985) wurden kaum außerhalb von Island gewürdigt. Sein erster großer Film, „Weiße Wale“ (1987, Drehbuch Einar Kárason) handelt von zwei Walfängern, die sich ziemlich viel Ärger einhandeln. Dieser Film wurde in Deutschland unter anderem auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck gezeigt. Der zweite Film, „Kinder der Natur“ (1991, Drehbuch Einar Már Guðmundsson) war gleich ein durchschlagender Erfolg und wurde für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert. Der Film hat zwar nicht gewonnen, aber durch die Aufmerksamkeit und die Einnahmen aus diesem lustigen Film über zwei Ausreißer aus einem Altersheim war der Grundstock für das weitere Wirken gelegt.

Es folgten „Movie Days“ 1994 (Drehbuch Einar Már Guðmundsson), „Cold Fever“ (1995, Drehbuch Jim Stark) und „Devil’s Island“ (1996, Drehbuch Einar Már basierend auf einer Vorlage von Einar Kárason), die nicht unbedingt erfolgreich waren. In den nächsten Jahren widmete er sich der Produktion vieler kleiner Filme, bis er 2000 mit „Engel des Universums“ (Drehbuch Einar Már Guðmundsson) wieder einen Hit landete. 2000 drehte er auch den Kurzfilm „On Top Down Under“. Als Mitproduzent von Lars von Triers „Dancer in the Dark“ (2000) sowie vielen anderen kleineren Filmen hat er dann 2002 „Islandfalken“ (Drehbuch zusammen mit Einar Kárason) gemacht, der durchaus als eine Replik an Hrafnn Gunnlaugssons „Falken“-Filme gesehen werden kann.

Er ist selbst Thema eines Dokumentarfilms, den der deutsche Filmemacher Alexander Bohr 1999 gedreht hat: Der „Blick des Wikingers - Das magische Kino des Fridrik Thor Fridriksson“.

[1] http://www.filmfestival.org:8100/draken/00/artikel.asp?dag=0129&artikel=6, Ausschnitte von „En sagolik [film]historia – bilder från Island.“ von Jannike Åhlund

[2] Der “Nachname” ist nur ein Patronym auf Island, d.h. der Vater heißt auch Fridrik. Man wird nur mit dem Vornamen gerufen, auch das isländische Telefonbuch ist nach Vornamen sortiert.

[3] http://www.icecorp.is/web

     
 

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