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Buchbesprechung: Margaret Atwood, "Der Report der Magd"

 

Dies ist eine Buchbesprechung auf einer Seite, wie sie oft in Schulen als Aufgabe vergeben wird:

     
Definition
Plagiat?!
"Der Report der Magd", Margaret Atwood

(Originaltitel: „The Handmaid’s Tale“)

In einem fiktiven Staat Im Jahr 2195 in Nordamerika haben religiöse Fundamentalisten die totalitäre Republik Gilead errichtet. Nach einer atomaren Verseuchung ist ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Frauen werden entmündigt und in drei Gruppen eingeteilt: Ehefrauen von Führungskräften, Dienerinnen und Mägde. Letztere werden zur Fortpflanzung rekrutiert und sollen nach biblischem Vorbild für unfruchtbare Ehefrauen Kinder empfangen. Können sie ihre Aufgabe als Gebärmaschine nicht erfüllen, werden sie in entfernte Kolonien zu gefährlichen Arbeiten wie Giftmüllentsorgung abgeschoben.

Desfred, Hauptfigur und Erzählerin, lebt in einer Welt, in der sie nur geduldet wird, weil sie gesund ist und gebären kann. Sonst wäre sie für ihren Widerstand gegen die herrschende Diktatur schon lange erhängt worden. Ihr Glück ist, das gebärfähige Frauen Mangelware sind: die Umwelt ist so verseucht, daß die meisten Menschen unfruchtbar sind. Darum wird sie "Magd" bei einem ältlichen Offiziersehepaar, und ihre einzige Aufgabe ist, bei den rituellen Befruchtungsakten stillzuhalten. Und bald schwanger zu werden, aber das ist nicht so einfach

Desfred wird dem Kommandanten Fred als Zweitfrau in dessen Haushalt zugewiesen, wo regelmäßig die entwürdigende Prozedur des Geschlechtsakts in Gegenwart der Ehefrau durchgeführt wird. Ihr Zimmer darf Desfred nur zu seltenen Einkäufen und zu öffentlichen Hinrichtungen verlassen. Sie hat sich dem totalitären Regime unterworfen, dem sie nur durch Zufall entfliehen kann.

Desfreds Tonbandaufzeichnungen schildern in einfachen Worten den Alltag in einer entmenschlichten Gesellschaft mit vollständiger Überwachung und grausamer Unterdrückung. Unterbrochen werden die Beschreibungen von Desfreds Erinnerungen an die alte Zeit: an Mann und Kind, aber auch an die Errichtung des Überwachungsstaats.

Wie es dazu kam, ist eigentlich noch interessanter: nach und nach wurden die Rechte der Frauen beschnitten. Erst funktionierten ihre Kreditkarten nicht mehr, dann durften sie nicht mehr arbeiten, usw. Die Parallele zu Nazideutschland ist subtil, aber vorhanden: auch den Juden beschnitt man nach und nach ihre Freiheiten, so langsam, daß jeder Schritt als gerade noch erträglich schien.

Eindringlich entsteht das Bild der totalen Repression, das umso bedrückender auf die Leser wirkt, als es eine geringe Distanz zur Gegenwart aufweist: mit alltäglichen Requisiten wie Computer und Kreditkarte, die hier in den Dienst der Republik Gilead gestellt werden. Trotz offenkundiger Parallelen zu 1984 von George R Orwell ist „Der Report der Magd“ aber weniger als Utopie denn als Stellungnahme zu aktuellen politischen Strukturen und Diktaturen zu verstehen.

     
 

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