Ahornsirup
Ahornsirup ist der eingedickte Saft des Zuckerahorns (Acer
saccharinum Wangenh.), seltener des Schwarzahorn (Acer nigra). In Kanada wachsen unzählig viele
Ahornbäume. Sogar die Flagge von Kanada trägt in der Mitte ein
Ahornblatt, weil viele Kanadier diese Bäume besonders mögen - auch wegen des
leckeren, süßen Ahornsirups. Der
Sirup wird aus den Ahornbäumen gewonnen. Die
Herstellung von Ahornsirup wurde von den Indianervölkern im
Nordosten Nordamerikas erfunden.
Aber
wie geht das?
In
Kanada iIm
Frühling vor der Schneeschmelze beginnen die Bäume, in den Wurzeln gespeicherte
Nährstoffe in die Knospen zu transportieren.Wenn
es in Kanada im Frühjahr nachts noch friert aber tagsüber schon wieder etwas
wärmer wird, Ddann wird in die Ahornbäume ein kleines
Loch gebohrt. Das Loch darf höchstens drei Zentimeter tief und höchstens
anderthalb Zentimeter dick sein. Und nur in die ganz dicken, großen Ahornbäume
wird auch noch ein zweites oder drittes Loch gebohrt.
Wenn
man sich an diese Regeln hält, schadet das was
jetzt passiert den Bäumen nicht:
In
das Loch wird dann ein kleiner Zapfhahn geschlagen.
An diesen Zapfhahn wird ein Eimer gehängt. Und auf den Eimer wird ein Deckel
gelegt, damit von oben kein Dreck hineinfällt. Du
kannst jetzt selbst den Deckel "auf den Eimer legen", indem du mit
dem Mauszeiger auf das Bild klickst
Hier ist der Deckel nochmal hoch geklappt, damit du
sehen kannst, was nun passiert: Sobald der Zapfhahn eingeschlagen wurde, läuft eine Flüssigkeit
aus dem Ahornbaum und tropft in den Eimer.
Nach
nur
etwa fünf Stunden ist der Eimer dann
voller Ahornsaft.
Der
Saft wird in einen größeren Eimer umgegossen. Und wenn auch der große Eimer
voll ist, wird der Ahornsaft in ein noch viel größeres Holzfass gekippt.
Das Holzfass liegt auf einem Schlitten. Diesen Schlitten mitsamt dem kanadischen Bauern zieht ein Ochse zur Zuckerhütte.
Dort
wird in das Fass ein Schlauch gesteckt. Eine Motorpumpe saugt den Ahornsaft aus
dem Fass. Durch den Schlauch fließt der Saft in einen großen Bottich der im Inneren
der Hütte steht. Aber damit aus dem Ahornsaft auch Ahornsirup
wird, muss der Saft
noch
woanders hinein.
Der
Ahornsaft kommt in einen riesigen Kochtopf
hinein. Der
gesammelte Pflanzensaft wird traditionell durch Kochen über einem Holzfeuer
eingedickt, bis der Sirup einen Zuckergehalt von etwa 60% hat. Durch das Kochen
tritt Karamelisation auf, die dem Sirup einen Teil seines charakteristischen Aromas
gibt. Das Feuer
unter dem Topf erhitzt den Saft auf etwa 100 Grad Celsius. Bei dieser
Temperatur kocht der Ahornsaft jetzt zehn Stunden lang!
Und was passiert während dieser langen Zeit?
Der
Ahornsaft verwandelt sich
dadurch in Sirup. Denn der Ahornsaft besteht zum allergrößten Teil
aus Wasser. Bei 100 Grad Celsius kocht das Wasser und verdampft. Deswegen
ist mit der Zeit immer weniger Flüssigkeit in
unserem im
Kochtopf. Zu einem ganz kleinen Teil (genau zwei Prozent) besteht
der Ahornsaft aus Zucker, der bei der hohen Temperatur braun wird.
Dann
beginnt die Flüssigkeit zu schäumen. Das ist das Zeichen dafür, dass der Sirup
fertig ist. Nachdem er abgekühlt ist, kann der Sirup umgefüllt werden.
In
der "Zuckerhütte" wird der Sirup aus dem Bottich in einen großen
Eimer abgelassen. Dabei fließt er durch einen weißen Filter. Nachdem
der Sirup durch den Filter gelaufen ist, wird der Filter über dem Kochtopf
aufgehängt, damit auch ja kein Tropfen Ahornsirup verloren geht. Daran erkennt
man, wie kostbar der Ahornsirup ist.
Der
fertige Sirup wird schließlich in ein Fass gegossen. In diesem Fass wird er in
eine Abfüllfabrik transportiert.
Dort
wird er vollautomatisch abgefüllt. In jede Flasche passt ein
Viertel Liter. Die Flaschen werden
dann von hieraus in alle Welt verschickt
Aber bevor d
werden können.
fehlt
noch etwas...
Ahornsirup ist ein typischer Bestandteil US-amerikanischer und kanadischer Küche und wird zu Waffeln, Pfannkuchen, Eiscreme oder anderen Desserts gereicht.
...
und zwar die Deckel!
Dann ist die Flasche mit dem Ahronsirup komplett.
Aber eigentlich fehlt noch etwas, damit man sich den süßen Sirup so
richtig schmecken lassen kann...
...ein kleiner Pfannkuchen!
Der wird mit dem Ahornsirup zu einem köstlichen kanadischen Frühstück.
Wenn du selbst einmal Pfannkuchen backen möchtest,
findest du ein leckeres Pfannkuchenrezept
unter "Spielen und
Basteln"