Hinweis

     
  

Gute Programme

 

Die folgenden Programme oder Systeme haben einigermaßen gut abgeschnitten beim Test mit unseren zehn Testaufsätzen, auch wenn sie noch das eine oder andere Problem aufweisen.

     
 

     
  
  •  PlagiarismFinder
    Diese relativ neue Software aus Deutschland hat sehr gut beim Test abgeschnitten: sie hat 8/10   Aufsätze korrekt zugeordnet, wenn man gelten lässt, dass bei einem Plagiat die relevante Quelle überhaupt an irgendeiner Stelle unter den im Bericht angeführten Links zu finden ist. Die Sortierung der Links im Bericht ist für uns jedoch nicht nachvollziehbar, die Bewertung der Übereinstimmung macht teilweise überhaupt keinen Sinn. Es werden als vermutete Quellen auch Links angegeben, die in weniger als 30 Zeichen übereinstimmen, was nicht wirklich einen Plagiatsverdacht rechtfertigt, wohl dagegen eine Übereinstimmung von 1000 Zeichen. Die Installierung ist etwas umständlich, man war dazu gezwungen, mehrere unsinnige Fehlermeldungen einfach zu ignorieren, dann klappte jedoch alles. Neuerdings wird ein USB-Stick mit der Software angeboten, was für die Nutzung in einem Kollegium sicherlich praktisch ist, dadurch umgeht man die Installationsschwierigkeiten.
  •  turnitin
    Dieses System - ein Einreichdienst - ist eines der teuersten, die Firma hat aber auch sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet der Plagiatserkennung. Die Oberfläche und die Bedienung sind sehr klar gegliedert, man merkt, dass hier Leute mit Erfahrung in der Lehre am Werk waren. Es gibt einige kleine Problemchen mit unverständlichen Icons und merkwürdigen Fehlermeldungen, aber es funktioniert im Großen und Ganzen sehr gut. Die Aufsätze werden in eine interne Datenbank aufgenommen - im nächsten Kapitel ist mehr über die rechtlichen Probleme bei  Einreichdiensten zu lesen. Bei unserem Test hat turnitin zwar 7/10  Quellen richtig zuordnen können, wenn man zählt, dass überhaupt eine von bis zu drei Quellen gefunden wurde. Bei den beiden Arbeiten mit mehreren Quellen war der "Plagiatsgrad" jedoch sehr niedrig, weil jeweils nur eine der Quellen gefunden wurde, jedoch weder Amazon noch Wikipedia. Wenn man diese beiden Arbeiten nicht als gefunden wertet, wurden nur 5/10  korrekt zugeordnet. Außerdem hat das System Probleme mit Umlauten. Aber wegen der zweckmäßigen Benutzerführung wird das System trotzdem hier aufgeführt.
  •  CopyCatchGold (experimentell)
    Diese Software aus England ist eher dazu da, in einer Gruppe von gleichzeitig vorliegenden Aufsätzen diejenigen zu identifizieren, die unter Umständen voneinander abgeschrieben haben könnten. Der Softwareautor hat ein experimentelles Werkzeug entwickelt, das in vorhandenen Aufsätzen verdächtige Stellen markiert. Der Autor hat unsere 10 Testaufsätze - ohne Deutsch zu verstehen und ohne zu wissen, welche Plagiate sind - mit seinem Werkzeug getestet und 7/10  korrekt zugeordnet. Allerdings ist dieses Werkzeug noch nicht am Markt, daher konnten wir die Qualität der Berichte nicht einschätzen.
  •  Damocles (experimentell)
    Diese Software aus Australien wurde an der Monash University entwickelt. Sie verwendet ein Wörterbuch und versucht, die englischen Wortstämme zu finden - daher war der Autor nicht sehr zuversichtlich, mit deutschen Texten zurechtzukommen. Die Software ist nicht öffentlich im Netz zugänglich, aber wie bei CopyCatchGold haben wir unsere Aufsätze hingeschickt. Ganz ähnlich auch wie CopyCatchGold hat Damocles 7/10  korrekt zugeordnet. Probleme waren dadurch gegeben, dass wie bei Turnitin weder Wikipedia noch Amazon als Quellen gefunden wurden, wohl aber Plagiate dieser Sites im Netz. Zudem sucht die Software nur nach einer Plagiatsquelle und nicht nach mehreren, da an dieser Universität bereits eine Folge von sechs oder mehr identischen Wörtern als Plagiatsverdacht gilt. Der Autor hat nun Zweifel angemeldet, ob seine Mühen mit der englischen Sprache so nützlich waren, wenn das System auch gut mit Deutsch funktioniert! Die Berichte wurden uns zurückgeschickt, sie hatten die üblichen Probleme mit Umlauten und waren sehr einfach gestrickt, waren aber durchaus brauchbar.
     
 

Etliche Systeme sind nicht "einfach so" im Netz erreichbar, hauptsächlich um zu verhindern, dass Plagiatoren ihre Gewerke testen können und solange an der Wortreihenfolge drehen bzw. andere Adjektive verwenden können, bis das System nicht mehr anschlägt. Man möchte gerne sicherstellen, dass nur Lehrkräfte Zugang zu der Software haben.

     
 

Es gibt in England anscheinend noch ein weiteres System,  InSite. Dieser Dienst wird von dem Verlagshaus  Wadsworth angeboten. Wenn man eines von deren Textbüchern in einem Kurs einsetzt (es ist üblich in den USA und England feste Textbücher für einen Kurs vorzuschreiben, die Studierenden müssen die Bücher kaufen), dann hat man für diesen Kurs als Professor einen Zugang zu InSite. Es handelt sich jedoch um eine Version von Turnitin, die dort verwendet wird.

     
 
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