Kurse über Plagiat
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4.5 Sichern der Ergebnisse

Bookmark setzen

Wenn man etwas gefunden hat, muss man sehr schnell die gefundene Stelle dokumentieren. Es ist oft schwer eine einmal gefundene, interessante Stelle wiederzufinden, also sollte man einfach ein Bookmark im Browser setzen. Damit muss man nicht den Suchweg wiederholen, sondern kann direkt zur Quelle gehen.

     
 
     
Ausdruck mit URL und Datum

Aber Vorsicht: Nichts ändert sich so schnell wie das Internet! Seiten können schnell wieder verschwinden, verschoben oder verändert werden. Daher sollte man einen Ausdruck der Quelle anfertigen, entweder ganz oder nur die interessanten Stellen. Dazu stellt man am besten im Browser ein, dass die URL und das Datum komplett in der Kopfzeile mit abgedruckt werden sollen. Damit ist die URL, die nicht unbedingt einfach zu merken ist, konserviert und wiederauffindbar. Das kann notwendig sein, damit z. B. ein Kollege, den man als weiteren Zeugen für das Plagiat gewinnen will, auch in einem anderen Browser die Quelle auffinden kann. Mit dem Datum kann man nachweisen, wann genau man die Quelle gefunden hat.

     
Speichern

Man kann in den meisten Browsern auch die HTML-Seite abspeichern mit "Save as...." im Menü "Datei", aber hierbei geht die ursprüngliche URL verloren. Es gibt auch Software wie Httracker (kostenlos,  www.httrack.com) oder ContentSaver (ca. 50 €,  www.macropool.com), die sogar komplette Sites herunterlädt und speichert, um sie mit der ursprünglichen URL auch offline betrachten zu können.

     
Gespräche sind immer angebracht

Auch wenn man nichts gefunden hat, kann man handeln. Wenn man einen Verdacht auf Plagiat hat, sollte man sich auf seine Intuition verlassen und den vermeintlichen Plagiator zum Gespräch einladen. Man kann Fragen aus dem Themengebiet stellen oder fragen, wo genau diese oder jene Quelle stand. Man kann fragen, warum gerade diese Struktur gewählt worden ist oder jene Wortwahl - man spricht also über die Arbeit. Man kann so einige Leute dazu bewegen, ihre Fehler einzugestehen, aber es wird auf jeden Fall eine Lernerfahrung, in der man klarstellen kann, wie man eigentlich wissenschaftlich arbeitet.

     
Falscher Verdacht?

Man sollte auch bedenken, was es für Konsequenzen haben wird, wenn man fälschlicherweise jemanden des Plagiats bezichtigt. Es ist keine leichte Entscheidung, aber man muss einem Fall nachgehen, wenn die Angelegenheit eindeutig ist. Plagiat ist kein Kavaliersdelikt. Nachdem man die Quelle und das vermeintliche Plagiat gesichert hat, muss man entsprechend den Vorschriften weitere Stellen informieren und eine Gegenüberstellung mit dem vermeintlichen Plagiator arrangieren. Im nächsten Kapitel wird über Konsequenzen gesprochen.

     
 

Weitere Links 

  • Bedford/St. Martin's  Plagiarism Workshop enthält als Teil seiner Diskussion über Sinn und Unsinn von Plagiatssuchsoftware einige Betrachtungen in dieser Richtung.

     
 

     
Copyright
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