Kurse über Plagiat
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4.4 Suchen in Bibliotheken

 

Man sollte auch im Zeitalter des Internets nicht vergessen, dass es nach wie vor Bibliotheken gibt. Manche Plagiatoren glauben, dass sie, wenn sie ein hinreichend obskures Buch als Grundlage nehmen, vor der Entdeckung sicher sind.

     
 

     
Welches Buch könnte weiterhelfen?

Es ist um einiges zeitintensiver, eine Bibliotheksrecherche vorzunehmen, aber bei hinreichendem Verdacht sollte es trotzdem erwogen werden. Die Autorin hatte einmal das Glück bei einer Diplomarbeit, bei der sich im Konjunktiv geschriebene Sätze und grammatikalisch unkorrekte Sätze absatzweise abwechselten. In der Hochschulbibliothek wurde ein Grundwerk im Bereich gesucht, um die Literaturliste genau zu studieren, gefunden wurde ein Werk, bei dem viele Seitenecken umgeknickt waren. Es war genau das Werk, das die Plagiatoren benutzt hatten, teilweise waren die Absätze sogar mit Bleistift markiert. Insgesamt waren über 21 Seiten wortwörtlich diesem Werk entnommen.

     
Fußnoten überprüfen

Aber auch ohne solche Funde sollte man sich überlegen, welche Werke es zu diesem Thema geben könnte und in den Katalogen nach geeigneten Werken fahnden. So viel Arbeit wird man sich natürlich nicht für eine einfache Arbeit machen wollen, aber für Abschlussarbeiten oder Doktorarbeiten sollte nicht nur solchen Quellen nachgegangen werden, sondern auch einigen der Fußnoten, um mit einer Stichprobe festzustellen, ob wirklich sauber gearbeitet wurde.

     
1Chronicle of Higher Education, Online-Ausgabe vom 2. Juli 2004 (www.chronicle.com).

Kim Lanegran beschrieb 1 ihre Jagd auf einen Plagiator, der ihre Dissertation drei Jahre später als seine eigene einreichte. Sie hat das Buch in der Bibliothek entdeckt, da das Thema natürlich ihrem eigenen sehr verwandt war.

     
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